If the will is an intrinsic part of the soul of every man, how is it that so many people go through life without a single definite act of “willing”? Doing what everybody else seems to be doing, fitting in with the crowd, seem to steer the course of the average man. (Karen Andreola)

Education is a Science of Relations (Charlotte Mason)

What is the best curriculum for a well-brought-up person? Be sure that your children each day have: Something or someone to love, something to do, something to think about! (Karen Andreola)

The life of the mind is sustained upon ideas. (Charlotte Mason)

There is much difference between intelligent reading and a mere parrot-like cramming up of contents; and it is not a bad test of education to be able to give the points of a description, the sequence of a series of incidents, the links in chain of argument, correctly, after a single careful reading. This divides the reading from a non-reading community. (Charlotte Mason)

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Deutschsprachiges Grundlagenbuch über Charlotte Masons Bildungs- und Erziehungsgrundlagen Informationen

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11. Mai 2017 | Theres Leistner

„Wenn wir einen Blick auf die Erziehung und Bildung in unserer Heimat und in andern Ländern werfen, so erscheint uns alles unklar und entmutigend!“ schreibt die britische Pädagogin Charlotte Mason (1842-1923) anfangs des letzten Jahrhunderts im Vorwort ihrer Bücherreihe „Home Education“.  Als Lehrerin stellte sie schon damals fest „…wir haben keinen einheitlichen Grundsatz, kein festes Ziel; wir haben tatsächlich keine Erziehungsphilosophie!“

Und heute, rund 100 Jahre später? Haben wir eine Erziehungsphilosophie gefunden, die uns in unserer Unklarheit zu Hilfe kommen könnte? Pädagogen, Eltern und Wissenschaftler konnten sich weiter über die Erziehung unseres Nachwuchses Gedanken machen. In Windeseile verbreiten sich die neuesten Erkenntnisse in Blogs, finden ihre Niederschrift in Elternmagazinen oder werden an Kursen gelehrt. Eins ist dabei sicher: „…Man will heute mehr denn je das Beste für das Kind. Bloss weiss niemand so genau, was das ist. Also fragt man, debattiert man, kauft man. Und geht sich und anderen auf die Nerven…“.[1]

Es scheint, als ob wir uns durch dieses Dickicht von Meinungen, Erfahrungen, Tipps und „wissenschaftlichen Erkenntnissen“ kämpfen müssen, um hoffentlich eines Tages glücklich die Aussage machen zu können: „Endlich habe ich (m)ein perfekt erzogenes und gebildetes Kind hervorgebracht!“ Ich denke, dass wir von der heute zum Teil übertriebenen „Inszenierung der Elternschaft, dem Tamtam um die Kinder“ 1 ablassen sollten. Charlotte Mason schlägt uns einen Blickwechsel vor: zuallererst sollen wir das uns anvertraute Gut – das Kind – genauer betrachten. Ein Kind ist nicht einfach ein zu beschreibendes Blatt, eine zu formende Modelliermasse oder ein aufzufüllender Behälter. Es ist auch kein Wesen, das sich selbst überlassen werden und sich selbst ohne Führung entfalten soll.  Ein  Kind ist eine geborene Persönlichkeit!

Auf diesen zentralen Gedanken und weitere Aspekte von Charlotte Masons Pädagogik werde ich in den kommenden Einträgen  näher eingehen. Aus meiner Sicht  sind Charlotte Masons Ansätze überlegenswert, anwendbar und sie können uns mehr Klarheit  auf dem Gebiet der Erziehung und Bildung geben.

 


[1] Inszenierung der Elternschaft, Carole Koch, NZZ vom 4.7.10.